"Noch vollkommen beeindruckt von dem "Ring an zwei Tagen" in der Kölner Oper am vergangenen Wochenende überrascht mich die Mitteilung zu diesem Zeitpunkt sehr" äußert sich Dr. Hans-Georg Bögner, kulturpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion. "Andererseits ist Herr Dammann mit dem nun von ihm gewünschten Datum der Beendigung seines Vertrages seit 8 Jahren in Köln tätig - erst als Operdirektor später als Intendant - und ein Wechsel nach einer solchen Zeitspanne ist in diesem Metier durchaus üblich. Die neue berufliche Perspektive freut mich für ihn persönlich."
Dr. Christoph Dammann übernahm das Haus in schlechter innerer Verfassung, hat konsequent an der Bildung eines Ensembles gearbeitet und gemeinsam mit Markus Stenz Verdienste um das zeitgenössische Musiktheater erworben. Geschickt konnte er die unsinnigen Kürzungen seines Etats durch die CDU und ihre damaligen Partner in den Vorjahren ausgleichen. Die laufende Spielzeit ließ hoffen und ist die Ernte einer langen Aufbauzeit. Nachdem Herr Dammann eine Entscheidung getroffen hat, die ihm gewiss nicht leicht gefallen ist, sollten die laufende und die kommende Spielzeiten in Ruhe zu Ende gebracht werden.
Für die Suche nach einer Nachfolge schlägt die SPD-Fraktion die Einrichtung einer Findungskommission unter der Leitung des Beigeordneten für Kunst und Kultur vor. Dieser Runde sollten der Generalmusikdirektor und jeweils ein Mitglied der im Kulturausschuss stimmberechtigten Fraktionen angehören. Die finanziellen Rahmenbedingungen eines Engagements sind im Vorfeld verbindlich festzulegen. Die SPD-Fraktion wird hierzu in den nächsten Tagen einen entsprechenden Antrag für den Kulturausschuss einbringen.