Desaströse Lage an Kölner Schulen

Mehr als 700 Kinder von Gesamtschulen abgelehnt. Gymnasialklassen mit über 30 Kindern. Philippi: „Das ist kein Zustand.“

Bild: Simone M. Neumann

Die Anmeldeverfahren für die weiterführenden Schulen sind abgeschlossen – und das Ergebnis lässt nur einen Schluss zu: Die Lage ist desaströs.

Franz Philippi, schulpolitischer Sprecher der SPD, fordert schnellere Maßnahmen: „Mehr als 900 Schülerinnen und Schüler können nicht die Schule besuchen, die sie sich wünschen. Das ist eine Blamage für Köln, die sich Jahr für Jahr wiederholt. Besonders betroffen sind wieder einmal die Kinder, die auf eine Gesamtschule wollen. Das zeigt ganz klar: Neue Gesamtschulen müssen endlich Vorrang bekommen. Es kann doch nicht sein, dass Neubauten teilweise noch bis 2040 dauern sollen. So wird die Stadtverwaltung die Probleme nicht in den Griff bekommen.“

Die von den Gesamtschulen abgelehnten Kinder müssen auf eine andere Schulform gehen, zum Beispiel ein Gymnasium. Das führt auch an dieser Schulform zu großem Druck. Philippi: „Klassen mit über 30 Kindern aufzublähen ist kein Zustand, an dem individuelle Förderung noch möglich ist. Ich habe großes Mitgefühl sowohl mit den Schülerinnen und Schülern, als auch mit den Lehrerinnen und Lehrern, die das durchmachen müssen.“

Erneut zeigt sich, dass der Schulbau in Köln nicht schnell genug voran geht. Philippi abschließend: „Wir fordern seit Jahren, dass die Oberbürgermeisterin Schulbau zur Chefsache macht. Die Stadt kommt hier ihren Pflichten seit Langem nicht nach. Das ist kein Zustand!“

Franz Philippi