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NS-Verfolgte und ihre Kämpfe um Anerkennung und Entschädigung


Details

Datum:
31. Mai 2017
Zeit:
19:30
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Veranstaltungskategorie:

Veranstaltungsort

Zentralbibliothek der Stadt Köln
Josef-Haubrich-Hof 1
50676 Köln,

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Die AsJ Köln, Rhein-Berg, Rhein-Erft, Oberberg lädt Interessierte und Mitglieder herzlich zur vierten Veranstaltung ihrer erfolgreichen Reihe „Recht im Unrecht – die Justiz und der Nationalsozialismus“ ein. Die Journalistin Nina Schulz und die Fotografin Elisabeth Mena Urbitsch präsentieren ihre Reportage „Spiel auf Zeit“ zu Überlebenden des Nationalsozialismus und deren Kampf um ihre Ghettorenten. Das zugehörige Buch wurde 2010 mit dem Alternativen Medienpreis ausgezeichnet

Zum Inhalt:

Die Politik der Bundesrepublik gilt in der öffentlichen Wahrnehmung weltweit als Modell einer gelungenen Entschädigung für die Opfer von Kriegsverbrechen und Verfolgung. Tatsächlich hat die Mehrheit der mehr als 20 Millionen NS-Verfolgten nie eine Entschädigung erhalten. Das Buch „Spiel auf Zeit“ belegt an zahlreichen biografischen Beispielen, dass die sogenannte Wiedergutmachung mehr einem Mythos als einem Modell gleicht. „Spiel auf Zeit“ präsentiert diese „offenen Rechnungen“ der deutschen Geschichte. Das Buch zeichnet sich dadurch aus, eine transnationale Dimension in die Debatte einzuführen und die Perspektiven der Verfolgten in den Mittelpunkt zu stellen.

Zur Veranstaltungsreihe:

Das öffentliche Interesse an den aktuellen Strafverfahren gegen Personen, die der Beteiligung an NS-Verbrechen in Auschwitz verdächtig sind, ist groß und reicht weit über die rechtspolitischen Debattenkreise hinaus. Die unbequemen Fragen des „Warum erst jetzt? Warum so spät?“ sind in der Diskussion allgegenwärtig und lenken den Fokus unweigerlich auf die Geschichte der justiziellen Aufarbeitung des NS-Unrechts in der Bundesrepublik von den Anfängen der Nürnberger Prozesse über die Ausschwitzprozesse bis hin zu den heutigen Verfahren.

Die Veranstaltungsreihe „Justiz und Nationalsozialismus“ der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Juristen (AsJ) Köln, Rhein-Berg, Rhein-Erft, Oberberg will in Kooperation mit dem Deutschen Juristinnenbund (djb), dem Bundesverband Information & Beratung für NS-Verfolgte e.V. und der Germania Judaica diese rechtlich wie politisch interessante Aufarbeitungshistorie beleuchten und daneben zudem den Blick auf die Entschädigung der Opfer des NS-Unrechts richten.
Hinweis auf anknüpfende Veranstaltung:

„Die Akte Rosenburg: Das Bundesministerium der Justiz und die NS-Zeit“
Prof. Dr. Christoph Safferling LL.M
11. Juli 2017, 19:30
NS-DOK (EL-DE – Haus), Appellhofplatz 23-25, 50667 Köln

In Kooperation mit:

– Germania Judaica – Kölner Bibliothek zur Geschichte des deutschen Judentums, e.V.
– Bundesverband Information & Beratung für NS-Verfolgte e.V.
– Deutscher Juristinnenbund e.V. (djb) Köln